Schnauzer- Welpen-
aufzucht
Zuerst möchte ich mich vorstellen: Ich bin Yanka vom Bosenberg, 3 Jahre alt, wohnhaft in Thüringen, aber geborene Saarländerin.
Mein Frauchen sagt, ich bin ein typischer Schnauzer: stur, wachsam, liebenswert, verschmust, verspielt und vor allem kinderlieb. Meine liebste Beschäftigung ist, einem Ball oder einem Stock hinterher zu laufen und gehorsam zurückzubringen, denn mein Frauchen ist da auch stur; sie holt keine Stöckchen, die ich irgendwo liegen lasse. Ich bade bei schönen Wetter super gern in Bächen, Teichen oder Schlammpfützen. Ich kuschle gern mit den niedlichen Mädels in meinem Haus. ABER am allerliebsten Fresse ich gern.
Nun ja, im Jahr 2006 war ich zum ersten Mal schwanger, bekam 7 Welpen und habe mir erzählen lassen, wie toll ich alles rund um Trächtigkeit, Geburt und Aufzucht sowie Erziehung gemeistert habe. Ich frage mich noch heute, wo der verflixte Vater bei der Erziehung der Welpen geblieben war. Manchmal wäre eine männliche Schnauze von Nutzen gewesen.
Nun entschied Frauchen, mich als Supermama noch einmal ins Rampenlicht zu bringen. Also ging es bei der letzten Hitze ab dem 10. Tag zum Tierarzt, um den richtigen Tag für meine Hochzeit mit einem super schönen galanten Schnauzer einzufädeln. Es kam wie es kommen mußte, Weihnachten war es soweit. Wenn schon denn schon, ich wollte mir auch ein festliches Weihnachtfest bescheren.
Nun warten meine zwei Zweibeiner auf ein Zeichen von mir. So sicher sind diese in den ersten Wochen nie. Vielleicht veräpple ich sie nur mit einer Scheinschwangerschaft? Wer weiß, wer weiß??
Heute ist der 21. Tag und wenn mein Frauchen richtig hinschaut, kann sie das erste sichere Anzeichen meiner Schwangerschaft erkennen, leichter glasiger Ausfluß. Vielleicht versteht sie jetzt, warum ich in letzter Zeit lieber zu Hause bleibe, als auf lange Spaziergänge zu gehen und gern auf dem warmen Fußboden ein längeres Nickerchen mache.
Tag 26: Ich werde immer mehr "Nesthocker". So umschreibe ich den Zustand, wenn ich in der Nähe meiner "Höhle" bleiben will, und km-lange Spaziergänge verabscheue. Nachts baue ich mein Lager vor Frauchens Bett. Es bewahrheitet sich das Sprichwort: "Wie der Herre, so das Gescherre". Jeden Tag werden große Runden gelaufen, damit ich fit bleibe und mir nicht nur einen dicken "Ranzen" anfresse. Als gesunder egoistisch denkender Hund, kann ich mir mit Leichtigkeit 3% meines Körpergewichtes als Fett anfressen, ohne das ich trächtig bin.
Tag 29: Mein Futter schmeckt mir nur noch leidlich. Frauchen legt mir zwar die Besten Stücke vor, aber sie wollen mir nicht so richtig munden. Also ging es ab zum Tierarzt. Und der hat folgenden Befund gesichtet.
Also wenn ihr nicht viel von Ultraschall versteht, ich ja auch nicht, dieser Befund sagt, ich bin trächtig! Also bekomme ich Ende Februar meine Welpen. Herrchen und Frauchen haben nun einiges vorzubereiten.
Wir schreiben den 42. Tag in meinem Tagebuch. Ich werde immer rundlicher und alle sagen, es ist nicht mehr zu übersehen, daß ich brüte. Das Fressen schmeckt mir wieder vorzüglich, egal was mir vorgestellt wird. Meinen bunten Bällen laufe ich wie eh und je gern hinter her, jedoch schaffe ich nicht mehr so viel Laufpension wie sonst. Am liebsten halte ich mich Tag und Nacht an der Seite meines Frauchen auf. Vom Schmusen kann ich nicht genug bekommen.
Heute habe ich für Frauchen gemodelt, damit Ihr alle meinen runden Bauch sehen könnt:
Tagebuch einer werdenden Mutter
Tag 56: Die Zeit verrennt. Die Geburt meiner Welpen rückt immer näher. Frauchen hat meine Wurfkiste aus dem Garten geholt und für mich im Wohnzimmer bereit gestellt. Ich merke jeden Tag deutlicher, wie agil die Kleinen im Bauch sind. Sie boxen und strampeln ordentlich, so daß auch meine Zweibeiner so manche Beule erkennen oder fühlen können, wenn ich ruhig liege und meine Babys wach sind. Da nach der Geburt für so manches Private keine Zeit bleibt, war ich noch schnell beim Friseur und hier Bilder für euch:
Tag 63: Heute fühle ich mich so richtig unwohl. Ich wetze hin- und her. Finde keine Ruhe. Frauchen mißt bei mir Fieber und meint, die Temperatur fällt, aber mit dem Werfen werde ich mir noch ein paar Stunden Zeit lassen. Das Futter schmeckt mir gar nicht. Ich überlasse es gern meiner Tochter Amanda, die immer hungrig aus der Wäsche schaut. Heute Nacht schlafen Frauchen und ich im Wohnzimmer, wo das große erwartete Ereignis stattfinden soll. Ich werde Frauchen ein paar Mal wach machen, es drückt ordentlich auf die Blase.
Tag 64: Am Morgen mißt Frauchen Fieber und meint, heute könnte es losgehen. Hechel, Scharren, Unruhe, Hin- und Herrennen sind meine Hauptbeschäftigung. Ich renne aus der Wurfkiste in Johannas Kinderzimmer und baue mir ein eigenes Wurflager. Nach einer Stunde wirft mich Frauchen raus und meint, ich hätte mein eigenes Zimmer. Ich mache es mir auf zwei Wurflagern in der guten Stube "bequem". Aller 15 bis 30 Minuten gehe ich in den Garten, um so bestimmte Sachen aus meinem Körper loszuwerden. Als mein Herrchen Mittag nach Hause kommt, überasche ich ihn mit meinem ersten Welpen! Ich präsentiere einen Rüden mit 350 g!!!! So bekomme ich bis zum Abend noch sechs kleine kräftige Welpen, die alle mopsfidel sind. Kein Weg bis zu Zitze ist zu weit, immer krabbeln sie mir fröhlich hinterher. Als es Mitternacht ist, kommen wir endlich alle zur ersehnten kurzen Nachtruhe.
Erste Aufnahmen von unseren Welpen aus dem B-Wurf Welpen einen halben Tag alt
Yanka mit ihren drei Tage alten Welpen.
Welpe drei Tage alt: Ohren und Augen sind geschlossen.
Trinken und Schlafen sind die Hauptbeschäftigungen
Fotos rund um einen Schnauzerwurf
VON DER BURGRABIS
Alle Sieben auf einen Streich am 5. Tag Ruhen nach der Mahlzeit
Mädchen einzeln 5 Tage alt
Kopf Mädchen eine Woche alt
ein knuddliger Rüde eine Woche alt
geballte Manneskraft drei Rüden eine Woche alt
Wir sind jetzt genau 14 Tage alt und wiegen zwischen 1140 und 1200 Gramm. Sind wir nicht zuckersüß? Herrchen meint, was für ein dummer Ausdruck, man könne uns doch nicht essen!
Rüde Big Boy zwei Wochen alt
Beim abendlichen Kuscheln alle Sieben mit Johanna
Hündinnen zwei Wochen alt mit Jasmin
Die Augen sind seit dem 13. Tag vollständig geöffnet. Auch die Ohren fallen nun zu typischen Klappohren herunter und öffnen sich. Beide Sinne müssen sich aber noch weiter entwickeln.
Alle haben angedockt, ob oben oder unten, keiner läßt mehr los.
Fertig mit Säugen. Jetzt suchen die Leckermäuler nach mehr. Wenn es mir zu viel wird, stehe ich auf und gehe.
Welpenspiel nach dem Füttern.
Erste Kontakte mit Futternapf und Trinkwasser. Wir stehen aber mehr im Wasser oder im vollen Fressnapf, als brav davor oder nur mit Schnauze darin. Frauchen hilft uns. geduldig beim Fressen.
Hallo das sind wir mit 24 Tagen.
Die Menschen nennen diese Phase des Daseins Prägungsphase. Sie dauert bis zur siebten Lebenswoche. Seit dem18 Tag haben wir alle spitze Zähnchen und probieren diese auch überall aus, wie in Beinen, Hosen,Ärmeln, Hausschuhen oder an Mamas Ohren und an unseren Wurfgeschwistern. Wir bekommen neue Sachen für unseren Gaumen vorgesetzt. Wir kosten mal von Mamas Trinkwasser oder Haferschleim oder pürierten Apfel zum Tartar. Natürlich gehört Muttermilch zu unserer Lieblingsspeise. Wenn wir satt sind, spielen wir mit unseren Wurfgeschwistern oder tragen ein kleines Plüschtier durch den Auslauf. Danach gehört ein langes Schläfchen in der offenen Wurfkiste zu unserer Hauptbeschäftigung. Nicht nur fröhliches Spiel sondern auch sehr viel Ruhe brauchen wir zum Wachsen.
So säuge ich, Yanka, meine Racker seit dem sie 24 Tage alt sind. Zum Hinlegen komme ich nicht mehr, da sind die Welpen schneller. Habe ich genug, setze ich mich in Gang und entfliehe den spitzen Zähnchen.
Das sind unsere zwei Kindermädchen: Johanna (links) und Jasmin (rechts)
In der Sonne und auf den Steinen der Terrasse ist es schön warm.
Erste Blicke in die Weite der Welt
Auf den oberen Bildern sind wir vier Wochen alt oder in Tagen gerechnet 29 Tage. Es geht amTag auch für einige Minuten an die frische Luft, gestern war es bei 16,5 Grad Celcius und viel Sonnenschein schon mal eine halbe Stunde lang. Wir bekamen unsere Milchmahlzeit und unsere Vesper auf der Terrasse. Anschließend haben wir brav wie die Engel in der Wurfkiste tief und fest geschlafen.
Unsere Jasmin bringt uns noch schnell ins Bett, bevor es auch für sie selbst soweit ist.
Ist alles in Ordnung??? Na, dann los an die frische Luft.
Hier ist unser Kinderzimmer im Haus. Nach dem Spiel im Freien schlafen wir besonders gut, vor oder in unserer Wurfkiste.
Katja war mit Ramses auf Besuch bei uns in Schlöben. Der Dicke wollte so gar nichts von den Kleinen wissen; er war sich keiner Schuld bewußt, diese kleinen Teufel in die Welt gesetzt zu haben. Dafür waren Katja und er fleißige Osterhasen für Johanna und Jasmin.
Der Nachwuchs ist nun 5 Wochen alt und geht jeden Tag auf Entdeckungsreise nach draußen. Heute haben alle unter ihrer Palette im Freien geschlafen. Leider war es Nachmittags so kalt, daß der Nachmittagspaziergang ausfallen mußte. Im Wohnzimmer ging so gar die Heizung an. Als Futter gibt es als neueste Delikatesse grünen Pansen! Hm, sau lecker!!! Da hat keiner lange gemäkelt. Im nu war der "Teller" leer und die Bäuche rund.
Also das ist unser Papa!? Irgendwie haben wir uns die Begegnung mit ihm anders vorgestellt.
Auf den oberen Fotos seht ihr unsere Welpen in der 6. Lebenswoche. Sie wachsen und gedeihen. Ab und zu sind unsere Nachbarskinder da und knuddeln mit dem Nachwuchs.
So ein Finger schmeckt gut! Frauchen nennt mich "Beiß,beiß". Alles wird von mir ordentlich gezwickt und geschüttelt. Mein bürgerlicher Name wird Bosco sein.Warum ich so heiße, erfahrt ihr, wenn mich mein Herrchen abgeholt hat. Ich habe Pfeffer im Hintern und bin sehr sportlich und draufgängerisch.
Ich bin Big Boy. Mein bürgerliche Name wird Ben sein. Ich bin sehr verschmust, aber zeige meinen Brüdern gern, wo es lang geht. Ich bin der Erste am Fressnapf und der Letzte der geht.
Der Nachwuchs ist nun 7,5 Wochen alt. Mamahündin Yanka hat das Säugen eingestellt und das selbständige Fressen klappt um so besser. Die Welpen fressen alles gern, wenn der Hunger groß genug ist. Nächste Woche fahren alle zum ersten Mal zum Tierarzt. Hier wird unsere Gesundheit überprüft, bei O.K wird gechipt, geimpft und jeder bekommt einen international anerkannten Heimtierausweis. Am Ende der Woche wird der Zuchtwart nach allen Welpen und der Mutterhündin schauen, um aller Gesundheitszustand sowie die Aufzuchtsbedingungen noch einmal zu begutachten und zu beurteilen. Danach steht der Übergabe der Welpe an ihre zukünftigen Besitzer nichts mehr im Wege.
Baron , mit bürgerlichen Namen Bexter
Hallo Mama, Geschwister und Ex - Familie! Die ersten 30 Minuten bis zu meiner Erschöpfung und anschließendem Schlaf, musste ich weinen. Die Trennung von Euch habe ich zwar noch nicht ganz überwunden, aber man gibt sich hier sehr viel Mühe es mir leicht zu machen. Ich habe mich bei der Fahrt auch von meiner besten Seite gezeigt und nicht gebrochen, oder sonst was gemacht. Man wollte mir bei einer Pause die Möglichkeit zum Pullern geben, aber nein ich wollte durchhalten. Man kann doch keine Schande machen!? Hier angekommen habe ich die Stefanie wiedergesehen und die Oma Gisi kennengelernt. Na, mit dem Bruno muss ich jetzt so manches teilen. Er will natürlich mit dem Spielzeug nicht so wie ich will, aber da werde ich stark bleiben, immerhin bin ich ein Herr Von und Zu! Die Nacht habe ich neben dem Bett von Peter verbracht und auf der wundervollen Decke mit Erinnerungen gelegen. Immer wenn ich traurig war kam die Hand von Peter aus dem Bett und ich schlief wieder ein. Zwei mal war ich Austreten und habe nicht in die Wohnung gemacht. Peter ist auch immer schnell dabei, auf den Arm und raus. Er denkt wenn er mich so überschwänglich lobt werde ich es schneller lernen. Eventuell werden ich ihm den Gefallen tun. Das Fresschen heute früh gab es etwas später und ich konnte mich richtig satt essen. Den Vormittag verbrachte Marion mit Arbeit, so dass Peter bei mir bleiben konnte. Wir verstehen uns ganz gut. Er hatte im Wohnzimmer meine Lieblingsdecke ausgebreitet und den halben Vormittag mit mir gekuschelt. Bruno lag an seinem Rücken und ich kuschelte mich an dem Rest rum. Als Marion dann zum Mittag kam, gab es tolles Essen. Man schmeckte gleich, sie kocht mit Liebe. Voller Bauch macht müde und so kam der bekannte Mittagsschlaf. Peter war wieder in meiner Nähe und ich konnte mich ausgiebig ankuscheln. Manchmal ist er aber auch sehr streng. Um den Finger wickeln werde ich ihn wohl nicht können, aber die Oma Gisi ist ja noch da! Alles in allem habe ich mich ein wenig an diese neue Situation gewöhnt, nur manchmal wenn es keiner bemerkt bin ich traurig. Ansonsten geben sich hier alle große Mühe es mir leicht zu machen. Ich werde nicht immer so ausführlich schreiben können. Peter sagt es ist sein Rechner und die Arbeit muss auch erledigt werden. Ich denke schon, dass ich ihn hin und wieder rumkriege mal eine Mail schreiben zu können, Ihr kennt mich ja ich habe Charme!!! Unglücklicher Weise ist die Diggikamera defekt und Peter hat sie heute gleich zur Reparatur geschickt, sonst könnte ich Euch mal zeigen was hier so abgeht. Sobald sie zurück ist, bekommt Ihr aber die Ablichtungen meiner neuen Heimat. Trotz allem vermisse ich Euch sehr und danke für die tolle Zeit bei Euch. Peter hat versprochen, mir auch mal einen Besuch zu ermöglichen. Erst soll ich mich aber mal akklimatisieren. Ich glaube das wird er auch tun, er macht nicht den Eindruck für leere Versprechungen. Nun seid herzlichst gegrüßt mit einer Träne im Augenwinkel Euer Bexter PS: Falls Ihr meinen Brief eventuell veröffentlichen wollt, habe ich nichts dagegen, wenn ihn andere lesen.
Schwarze Schnauzer von der Burgrabis
Hier könnt ihr alle einen Einblick über unser Welpenaufzucht, von beginnender Trächtigkeit, über Geburt bis hin zur Welpenabgabe verfolgen. Ich habe hier einen unserer Würfe in Bilder und Schrift für alle Schnauzerinteressenten näher afugeschrieben. Er ist ein Beispiel wie bei uns IHR zukünfiger Schnauzer bei UNS aufgezogen wird. Viel Spaß beim Schauen!!
Bexter von der Burgrabis und seine letzten Minuten bei Züchterin Antje auf dem Grundstück, zeigt, hier habe ich mich sau wohl gefühlt!!
Ihr seht die letzten Stunden bei meiner Züchterin erging es mir wie immer sauwohl und ich bin gespannt wie es mir in meiner neuen Familie ergehen wird.
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